– Region konkretisiert Zukunftsprojekte für die Region Chemnitz/Südwestsachsen –
Mit einem Grußwort von Pia Weißenberg, Leiterin des Geschäftsbereichs Bauen, Verkehr und Umwelt des Landkreises Mittelsachsen, sowie einer Videobotschaft von Sachsens Staatsministerin Regina Kraushaar startete die zweite Zukunftswerkstatt im Rahmen des Masterplans der Region Chemnitz/Südwestsachsen in Mittweida.


Mehr als 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen, Verbänden und Institutionen kamen zusammen, um gemeinsam an konkreten Zukunftsprojekten für die industrielle und wirtschaftliche Transformation der Region zu arbeiten. Dabei wurde deutlich, dass die Region zunehmend gemeinsam denkt: Hochschulen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsförderungen und Kommunen entwickeln verstärkt gemeinsame Ansätze statt paralleler Einzelinitiativen.
Mit der zweiten Zukunftswerkstatt tritt der Masterplanprozess in die nächste Phase ein: Aus strategischen Leitlinien werden konkrete Projektideen. Ziel ist es, die Region langfristig zu einem technologie- und wertschöpfungsstarken Industrieraum weiterzuentwickeln.
Im Mittelpunkt standen deshalb Projekte mit hoher Innovationskraft und überregionaler Strahlkraft. In kurzen Projekt-Pitches wurden verschiedene Projektansätze vorgestellt und anschließend gemeinsam diskutiert. Dabei ging es unter anderem um regionale Innovationszentren, KI-Ökosysteme für mittelständische Unternehmen und Verwaltungen, autonome Mikromobilität, Transferstrukturen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie Gesundheits- und Medizintechnologie-Cluster.





Deutlich wurde dabei: Die Region Chemnitz/Südwestsachsen verfügt bereits heute über starke Kompetenzen in Zukunftsfeldern wie Künstliche Intelligenz, Automatisierung, additive Fertigung, Medizintechnik, Wasserstofftechnologien und autonomes Fahren. Der Masterplan soll diese Potenziale gezielt bündeln, vernetzen und in marktfähige Wertschöpfung überführen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Innovationen künftig schneller in wirtschaftliche Anwendungen und industrielle Skalierung überführt werden können. Denn nicht allein Forschung, sondern vor allem Transfer und Umsetzung entscheiden über die Zukunftsfähigkeit der Region.
Auch Fachkräfte und Lebensqualität spielten eine zentrale Rolle. Gute Arbeitsplätze, moderne Infrastruktur, leistungsfähige Mobilität und attraktive Lebensräume gelten als wichtige Voraussetzungen, um Talente langfristig in der Region zu halten und neue Fachkräfte zu gewinnen.

Im Rahmen thematischer Arbeitsgruppen wurden zudem konkrete Projektansätze diskutiert und weiterentwickelt. Gleichzeitig bot die Zukunftswerkstatt Raum für Vernetzung und neue Kooperationen zwischen Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsförderungen und Kommunen.



Mit dem Ideenwettbewerb „Industrie.Neu.Denken.“, für den noch bis zum 20. Mai 2026 Ideen eingereicht werden können, sowie dem veröffentlichten Projektsteckbrief startet nun die nächste Phase der Projektentwicklung. Unternehmen, Institutionen, Kommunen, Netzwerke und Forschungseinrichtungen sind eingeladen, konkrete Projekte für den Masterplan einzureichen und weiterzuentwickeln.
Ziel bleibt ein umsetzungsorientierter Masterplan mit konkreter Projektpipeline und belastbaren Zukunftsperspektiven für die gesamte Region Chemnitz/Südwestsachsen. Ende 2026 soll damit nicht lediglich eine weitere Studie vorliegen, sondern eine konkrete Grundlage für die langfristige industrielle und wirtschaftliche Transformation der Region.
Die Umsetzung des Masterplans in den nächsten Jahren wird eine große Herausforderung für die Region Chemnitz/Südwestsachsen sowie den Freistaat Sachsen.
Die im Rahmen der Veranstaltung gezeigte Präsentation steht hier als Download zur Verfügung:
UPDATE 22.05.2026:
Ab sofort steht Ihnen die Dokumentation zur 2. Zukunftswerkstatt zur Verfügung:
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Fotos: Landratsamt Zwickau