Ideenwettbewerb „Industrie.Neu.Denken.“ zeichnet innovative Zukunftsideen aus

Ideenwettbewerb „Industrie.Neu.Denken.“ zeichnet innovative Zukunftsideen aus

– Finale bringt starke Impulse für die Region Chemnitz/Südwestsachsen –

Mit dem Finale des Ideenwettbewerbs „Industrie.Neu.Denken.“ fand am 23. Juni im Kraftverkehr Chemnitz ein weiterer Baustein des Masterplan-Prozesses für die Region Chemnitz/Südwestsachsen seinen Höhepunkt. Mehr als 150 Gäste verfolgten die Präsentationen der Finalteams und erhielten Einblicke in innovative Ideen für die wirtschaftliche Zukunft der Region.

Der Ideenwettbewerb wurde von der IHK Chemnitz als Partner im Masterplan-Prozess organisiert und richtete sich an Unternehmen, Start-ups, Forschende, Studierende sowie kreative Köpfe aus der Region. Gesucht wurden innovative Ansätze mit Potenzial für neue Produkte, Dienstleistungen, Technologien und Geschäftsmodelle. Insgesamt wurden mehr als 60 Ideen eingereicht. Elf Teams präsentierten ihre Konzepte im Finale vor Publikum und Jury. Der Wettbewerb ergänzte den Masterplan um ein offenes Beteiligungsformat, das neue Innovationspotenziale sichtbar macht und unternehmerisches Denken fördert.

Die eingereichten Projekte griffen zentrale Zukunftsthemen auf – von Künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit über nachhaltige Produktionsverfahren bis hin zu Energie- und Infrastrukturinnovationen. Damit spiegelten sie die Vielfalt der Ideen wider, die zur Transformation und Weiterentwicklung der Wirtschaftsregion Chemnitz/Südwestsachsen beitragen können.

Die Preisträger des Ideenwettbewerbs

Den ersten Platz sicherte sich das Projekt „MODU“ von Patrizia Anders und Heiko Schilling. Das Konzept verbindet seriellen Holzmodulbau mit Passivhaus-Standard und ermöglicht eine ressourcenschonende sowie energieeffiziente Bauweise. Die Jury würdigte insbesondere die Verbindung von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und wirtschaftlicher Umsetzbarkeit.

Der zweite Platz wurde zweimal vergeben.

Richard Jerzembek überzeugte mit „aDDiOS“, einer GPU-basierten Lösung zum Schutz vor DDoS-Angriffen. Bemerkenswert: Der Entwickler des Projekts ist erst 13 Jahre alt.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Robert Schlesinger mit „Skyfall Defence“, einem Konzept zur autonomen Drohnenabwehr durch intelligent koordinierte Interceptor-Drohnen.

Den Publikumspreis erhielt das Projekt „WertLotes“ von Islam Elwady und Florian Schmutzler. Die KI-gestützte Plattform ermöglicht die automatisierte Bewertung von Altfahrzeugen und unterstützt so innovative Ansätze der Kreislaufwirtschaft.

Für die besten Ideen vergab die IHK Chemnitz Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro.

Innovationen sichtbar machen

Der Ideenwettbewerb zeigt, wie viele kreative und zukunftsweisende Ansätze bereits heute in der Region entstehen. Gleichzeitig unterstreicht er die Bedeutung von Austausch, Vernetzung und Zusammenarbeit für die erfolgreiche Gestaltung des Strukturwandels.

Thomas Kolbe, Vizepräsident der IHK Chemnitz, betonte die Bedeutung von Innovation und Unternehmertum für die Zukunft der Region: „Der Ideenwettbewerb zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in unserer Region steckt – und wie wichtig es ist, dieses gezielt zu fördern und zu vernetzen.“

Auch Staatssekretär Sören Trillenberg würdigte die eingereichten Konzepte: „Der Ideenwettbewerb zum Masterplan Südwestsachsen macht deutlich, was die Region auszeichnet: Akteure aus Forschung, Wirtschaft, Industrie, Politik und Verwaltung packen zusammen für eine starke Zukunft an und denken gemeinsam voraus. Die eingereichten Ideen werden dem Masterplan-Prozess zusätzlich Kraft und Schwung geben, die Region weiterzuentwickeln.“

Die Ergebnisse des Wettbewerbs machen deutlich: Die Region Chemnitz/Südwestsachsen verfügt über ein großes Innovationspotenzial – und über viele Menschen, die bereit sind, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Die im Rahmen des Wettbewerbs entstandenen Ideen liefern wertvolle Impulse für die laufende Entwicklung des Masterplans.

Fotos: IHK Chemnitz / W. Schmidt