Zweites Projekt-Update

Zweites Projekt-Update

Der Masterplan für die Region Chemnitz/Südwestsachsen nimmt weiter Gestalt an: In den vergangenen Monaten wurden zentrale Grundlagen erarbeitet, Projektideen eingebracht und Beteiligungsformate umgesetzt. Diese Ausgabe gibt Einblick in die nächsten Schritte der Projektentwicklung, das neue Chartbook als gemeinsame Wissensgrundlage, die Sieger und Ergebnisse des Ideenwettbewerbs „Industrie.Neu.Denken.“ sowie die weitere Begleitung durch den Freistaat Sachsen. Deutlich wird: Viele Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik bringen sich aktiv in die Beteiligungsformate des Masterplans ein. Ab sofort können Projektideen über das digitale Bewertungstool eingereicht werden, um die Zukunft der Region aktiv mitzugestalten.


Projektideen einreichen und die Region mitgestalten!

Die Projektentwicklung im Masterplan schreitet weiter voran: Erste Projektansätze aus der Region wurden bereits eingereicht und werden aktuell geprüft, durch strategische Kooperationen zwischen mehreren Partnern weiterentwickelt und auf ihre strategische Passfähigkeit hin bewertet.

Gleichzeitig bleibt der Prozess offen für weitere starke Vorhaben. Gesucht werden bedeutsame, innovative Projekte mit regionaler Relevanz und überregionaler Ausstrahlung – von Technologie und Infrastruktur über Bildung bis hin zur Standortentwicklung. Entscheidend ist ein klarer Beitrag zur Transformation der Region Chemnitz/Südwestsachsen.


Neues Chartbook gibt Orientierung für den weiteren Masterplan-Prozess

Wo steht die Region Chemnitz/Südwestsachsen heute – und was entscheidet darüber, wie stark sie morgen sein wird? Das neue Chartbook zum Masterplan gibt darauf eine fundierte und zugleich pointierte Antwort. Es zeigt im Detail, wo zentrale Herausforderungen und Chancen der Region liegen, und verdichtet die Ergebnisse aus mehr als 70 analysierten Indikatoren, Gesprächen mit über 50 regionalen Akteuren sowie Befragungen zum Image der Region zu einem Gesamtbild der Ausgangslage.

Damit ist das Chartbook mehr als eine Sammlung von Daten und Analysen: Es ist ein Kompass für den weiteren Masterplan-Prozess. Teil A macht sichtbar, wo die Region heute steht – mit ihren industriellen Stärken, wissenschaftlichen Potenzialen und Standortqualitäten, aber auch mit Engpässen, die Entwicklung bremsen, etwa bei Produktivität, Innovationsdynamik, Fachkräftesicherung, digitaler Infrastruktur und Demografie. Teil B richtet den Blick nach vorn und zeigt, welche Trends, Umbrüche und Zukunftsfragen auf die Region Chemnitz/Südwestsachsen zukommen.

Das Chartbook schafft damit eine gemeinsame Faktenbasis für Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und regionale Akteure, macht Prioritäten sichtbar und liefert die Grundlage, um Erkenntnisse in strategische Ziele, Handlungsfelder und Zukunftsprojekte zu übersetzen. Das veröffentlichte Chartbook finden Sie hier.


Ideenwettbewerb „Industrie.Neu.Denken.“ erfolgreich abgeschlossen

Ein besonderer Höhepunkt der vergangenen Monate war das Finale des Ideenwettbewerbs „Industrie.Neu.Denken.“ am 23. Juni 2026 im Kraftverkehr Chemnitz. Mehr als 150 Gäste verfolgten die Präsentationen der Finalteams und erhielten Einblicke in innovative Ideen für neue Produkte, Dienstleistungen, Technologien und Geschäftsmodelle. Der mit der IHK Chemnitz organisierte Wettbewerb richtete sich an Unternehmen, Start-ups, Forschende, Studierende sowie kreative Köpfe aus der Region. Insgesamt wurden mehr als 60 Ideen eingereicht. Elf Teams präsentierten ihre Konzepte im Finale vor Publikum und Jury.

Die eingereichten Projekte greifen zentrale Zukunftsthemen auf – von Künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit über nachhaltige Produktionsverfahren bis hin zu Energie- und Infrastrukturinnovationen.

Ausgezeichnet wurde unter anderem das Projekt „MODU“ von Patrizia Anders und Heiko Schilling, das seriellen Holzmodulbau mit Passivhaus-Standard verbindet und eine ressourcenschonende sowie energieeffiziente Bauweise ermöglicht. Zwei zweite Plätze gingen an „aDDiOS“ von Richard Jerzembek, eine GPU-basierte Lösung zum Schutz vor DDoS-Angriffen, bei denen Webseiten oder digitale Dienste durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen gezielt überlastet werden, sowie an „Skyfall Defence“ von Robert Schlesinger, ein Konzept zur autonomen Drohnenabwehr. Den Publikumspreis erhielt „WertLotes“ von Islam Elwady und Florian Schmutzler, eine KI-gestützte Plattform zur automatisierten Bewertung von Altfahrzeugen.

Der Ideenwettbewerb macht sichtbar, wie viele kreative und zukunftsweisende Ansätze bereits heute in Chemnitz/Südwestsachsen entstehen. Die eingereichten Ideen liefern wertvolle Impulse für die laufende Entwicklung des Masterplans und zeigen, wie wichtig Austausch, Vernetzung und Zusammenarbeit für die Gestaltung des Strukturwandels sind.

Auch die zweite Zukunftswerkstatt in Mittweida zeigte, dass der Masterplan-Prozess zunehmend konkrete Formen annimmt: Mehr als 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen, Verbänden und Institutionen arbeiteten gemeinsam an Zukunftsprojekten für die industrielle und wirtschaftliche Transformation der Region. In Projekt-Pitches und Arbeitsgruppen wurden konkrete Ansätze vorgestellt, diskutiert und weiterentwickelt, etwa zu Innovationszentren, KI-Ökosystemen, Transferstrukturen sowie Gesundheits- und Medizintechnologie-Clustern.


Freistaat Sachsen begleitet den Prozess weiterhin eng

Die Bedeutung des Masterplans für die Zukunft der Region wurde zuletzt auch auf Landesebene unterstrichen. Im Rahmen der auswärtigen Kabinettsitzung in Rochlitz sowie beim erweiterten Regionalkonvent in Treuen informierte sich Staatsministerin Regina Kraushaar über den aktuellen Stand des Prozesses. Die enge Begleitung durch den Freistaat Sachsen unterstreicht die hohe Relevanz des Vorhabens für die regionale Entwicklung und den Strukturwandel in der Region Chemnitz/Südwestsachsen.

Was Sie hier erwartet

Mit unserem Projekt-Update möchten wir:

  • transparent über Entwicklungen informieren,
  • Einblicke in Arbeitsprozesse, Akteure und Fortschritte geben,
  • Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigen,
  • und Sie motivieren, selbst aktiv zum Wandel beizutragen.

Der Masterplan lebt vom Mitmachen – und von einer starken regionalen Gemeinschaft.